Polen: Schlesien-Reise 5.5.-10.5.2012 - eine Dokumentation

Unsere Polenreise, 5. Mai 2012 - 10.Mai.2012 - eine Reise über Dresden - Trebnitz - Breslau - St.Annaberg - Görlitz

Auf unserem Nachtreffen am 6.8. haben wir uns die folgenden Lichtbilder angeschaut und über Bildungswerke und Volkshochschulen in Deutschland und Polen gesprochen. Pfarrer Worbs, unseren "Sommerpfarrer" in Meßkirch haben wir auf unserer Studienreise kennengelernt. Er arbeitet in der theologischen Fakultät in Opole (auf deutsch Oppeln in Oberschlesien). Er beschäftigte sich in seiner Doktorarbeit eben mit der Bewegung der Volkshochschulen und Bildungswerke und konnte uns so einiges Interessantes darüber erzählen. Familie Kaplanek hat für uns leckeren schlesischen Mohnkuchen gebacken und so konnten wir mit einem gelungenen Abend unser Thema Polen und Schlesien abschließen.

Der Südkurier vom 15.8.2012 berichtet: http://www.suedkurier.de/region/linzgau-zollern-alb/messkirch/Schlesien-Abend-mit-Pfarrer-Worbs;art372566,5642261

Die Schwäbische Zeitung über Pfarrer Dr. Worbs: http://www.schwaebische.de/region/sigmaringen-tuttlingen/messkirch/stadtnachrichten-messkirch_artikel,-Polnischer-Pfarrer-haeltin-Messkirch-sein-Deutsch-frisch-_arid,5302569.html

Die erste Station auf unserer Studienreise war Dresden, ein geschichtsträchtiger Ort für die deutsch-polnischen Beziehungen: August der Starke baute erst Dresden zu einer Barockperle aus - zu dieser Zeit entstand auch Dresdens Frauenkirche - und wechselte dann im schlesischen Piekary zum Katholizismus über, um anschließend zum polnischen König gewählt zu werden. Wir besichtigen die Altstadt mit den im historischen Stil gehaltenen Hausfassaden (die Gebäude selbst wurden nach den Kriegszerstörungen mit modernen Materialien - Beton - gebaut). Wir besuchen natürlich die 2005 wiederaufgebaute Frauenkirche und manche von uns unternehmen zum Abschluß eine Kutschfahrt.

Weiter gingt es an Görltz/Zgorzelec vorbei und durch Trebnitz/Trzebnica zum Romantik-Hotel "Niezly Mlyn": eine umgebaute Wassermühle mit gemütlichen , großzügigen Zimmern, Sauna und Swimmingpool zum Entspannen. Ein gutes Abendessen und das erste Verkosten polnischen Wodkas und polnischen Bieres rundeten den ersten Reisetag ab.

Sonntag in Trebnitz - die barockisierte Klosterkathedrale: die stündlichen Gottesdienste von 7.00 Uhr früh an immer voll, so daß wir kaum eine Zeitlücke zur Besichtigung und zu einer kurzen Andacht fanden. Aber dann ging es doch: wir besichtigten mit Schwester Olympia das Klostermuseum, mit Schwester Justyna Kloster und Kathedrale und speisten zu Mittag im Kloster. In der Kathedrale zeigte sich die deutsch-polnische Historie: die Hl. Hedwig stammte aus Andechs-Bayern, heiratete einen polnischen Piastenfürsten und baute von ihrer schlesischen Residenz aus viele Klöster, Kirchen und Hospitäler zur Pflege von Alten und Kranken. Nach dem Tod ihres Mannes zog sie in das von ihrer Tochter verwaltete Kloster Trebnitz und hier ist auch ihr Grab. Sie gilt als Patronin Schlesiens und Berlins (ihr wurde die Berliner Hedwigskathedrale geweiht). In der Krypta finden sich altpolnische Spuren aus dem X.Jh, am Hochaltar wurden als Zeichen der deutsch-polnischen Versöhnung ein Piastenkönig und der Hochmeister des deutschen Ritterordens bestattet.

Wroclaw (Breslau), die Stadt mit einer wechselvollen Geschichte zwischen polnischen Piasten, böhmischen Herrschern, dem österreichischen Kaiserreich und preußischen Königen. Aufgestiegen zur Hauptstadt Schlesiens und zur bedeutenden Universitätsstadt endete sie im Horror des 2.WK, als die "Festung Breslau" ausgerufen, die Stadt entvölkert und dem Erdboden gleich gemacht wurde. Nach den Kriegswirren wurden gemäß dem Potsdamer Viermächtebeschluß die letzten Deutschen vertrieben und es kamen hier polnische Flüchtlinge aus Gebieten, die an die Sowjetunion abgetreten werden mußten. Und diese bauten Breslau wieder zu einer bedeutenden Stadt auf und füllten die Universität mit allen wissenschaftlichen Arbeiten, die sie aus der verlorenen Universität Lemberg (Lwow) retten konnten. Die Altstadt bietet sich heute dem Besucher wunderbar restauriert, ein Opernbesuch ist ein Genuss und die hiesige Küche spiegelt die Vielfalt der Gegenden wieder aus denen die heutige Bevölkerung stammt.

Die Dominsel: wir begannen mit unserem altehrwürdigen Hotel Tumski und besichtigten die Hauptatraktion: die Kathedrale von Breslau mit ihren Kapellen (eine wurde in Teilen im Original und italienischem Marmor auf dem Wasserwege nach Breslau gebracht).

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