Historische Stätten von Meßkirch erwandern 5.6.2011

Impressionen einer Wanderung des Albvereins unter Leitung der Familie Metz mit interessanten „Vorträgen am Wegesrand“ an den jeweiligen Stationen. Hervorragend vorbereitete Tagestour für Körper und „Kulturgeist“ und so angelegt, dass die Teilnehmer nach Belieben die Wanderung beginnen oder beenden konnten.


Die Wanderung führte von Meßkirch ins Felsentäle. Dort fand in freier Natur ein didaktisch sehr gut aufbereiteter geologischer Vortrag von Josef Schoser statt. Dann ging es am Rohrdorfer Sender vorbei zur Ruine Benzenberg. Hier führte Wolfgang Teyke, der sich auf historische Baugeschichte spezialisiert, im Vortrag seine Erkenntnisse zum Grundriss und der Geschichte der Burg aus. Bemerkenswert ist, dass er in einigen Punkten die Altmeister der Geschichtsschreibung korrigiert.

Weiter führte die Wanderung zum Feldherrnhügel der österreichischen Generalität vom 5.5.1800. Anhand des Vortrags von Jochen Metz konnte man sich bei herrlicher Weitsicht sehr plastisch die Truppenbewegungen in der Schlacht von Meßkirch vorstellen. Und so mancher wunderte sich, dass die Kanonenkugeln der Österreicher in einer riesigen Entfernung von da bis zur Meßkircher Altstadt flogen, wo sich noch heute Einschläge in der St.Martins-Kirche erkennen lassen. Auf dem Weg nach Heudorf kam der wohl nicht mehr aktuelle Standort der Klosterstadt zur Sprache - für jeden Kulturinteressierten eine bedauerliche Haltung von Stadt und Bevölkerung. Letzte Station der Historien-Tour war der ehemalige römische Gutshof "Altstadt". Der Vortrag von Wolfgang Teyke zeigte dessen imponierende Ausmaße und machte seine Geschichte deutlich. Sichtbar wurde hier aber auch, dass das Kulturgut vom Unterholz völlig überwuchert ist und dringend einer Sicherung bedarf.

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